Erfahre, wie du ISG-Probleme und Blockaden im unteren Rücken durch gezielte Mobilisierung von Füßen und Hüften angehen kannst, um geschmeidiger zu gehen.

Probleme mit dem Iliosakralgelenk (ISG) können sich durch Blockaden im Beckenbereich und Beschwerden im unteren Rücken äußern. Diese können das Gangbild beeinflussen und zu Verspannungen führen.
Diese Seite beleuchtet mögliche Zusammenhänge und zeigt Ansätze zur Mobilisierung der Füße und Hüften, die dazu beitragen können, die Beweglichkeit zu verbessern und die Belastung des ISG zu optimieren.
Das Iliosakralgelenk (ISG) ist ein Gelenk im Becken, das das Kreuzbein mit dem Darmbein verbindet. Es ermöglicht eine indirekte Bewegung, die besonders beim Gehen stattfindet, wenn das Becken den Kräften des Körpers folgt.
Bei einem blockierten ISG kann die Kräfteverteilung beim Gehen, insbesondere beim Aufsetzen des Fußes, beeinträchtigt sein. Dies kann dazu führen, dass vermehrt Kräfte im ISG und im unteren Rücken landen.
Langfristig kann dieser Zustand zu zunehmenden Verspannungen führen, welche die Strukturen fixieren und eine freie Gleitbewegung des Gelenkes erschweren können. Betroffene berichten häufig von wiederkehrenden ISG-Blockaden und Problemen im unteren Rücken.
Eine häufige Ursache für ISG-Probleme kann eine ineffiziente Kräfteverteilung beim Gehen sein. Wenn die Füße nicht optimal mobilisiert sind, kann dies die gesamte Bewegungskette beeinflussen und zu einer Überlastung des ISG führen.
Das Hüftgelenk steht ebenfalls in engem Zusammenhang mit der Kräfteübertragung im Beckenbereich. Eine eingeschränkte Beweglichkeit oder Kontrolle der Hüfte kann dazu beitragen, dass Kräfte falsch auf das ISG übertragen werden und somit Blockaden begünstigen.
Verspannungen in den umliegenden Muskeln können die Gelenkbeweglichkeit zusätzlich einschränken und einen Teufelskreis aus Blockade und Verspannung aufrechterhalten.
Der Lösungsansatz konzentriert sich auf die Verbesserung der Mobilität und Kraftübertragung in den Gelenken, die direkten Einfluss auf das ISG haben. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Füße, da sie die erste Kontaktstelle zum Boden bilden und maßgeblich das Gangbild beeinflussen.
Durch gezielte Mobilisierung der Fußgelenke kann das Gangbild geschmeidiger werden und die Kräfteverteilung im Körper optimiert werden. Dies kann dazu beitragen, die Belastung des ISG zu reduzieren.
Zusätzlich ist die kontrollierte Bewegung des Hüftgelenks von Bedeutung. Eine verbesserte Kontrolle und Beweglichkeit der Hüfte kann die korrekte Übertragung von Kräften unterstützen und somit das ISG stabilisieren.
Um die Beweglichkeit des ISG zu unterstützen und ein geschmeidigeres Gangbild zu fördern, können regelmäßige Mobilisierungs- und Kräftigungsübungen für Füße und Hüften hilfreich sein.
Es ist wichtig, die Übungen bewusst und kontrolliert auszuführen, um die Qualität der Bewegung zu gewährleisten. Achte dabei auf eine stabile Körperhaltung und vermeide Schmerzen.
Eine konsequente Integration dieser Übungen in den Alltag kann dazu beitragen, die Körperwahrnehmung zu verbessern und langfristig eine bessere Funktion des ISG zu unterstützen.
Bevor du mit den Übungen beginnst, teste dein aktuelles Gangbild und spüre in deinen unteren Rücken und Beckenbereich hinein. Du kannst auch eine Vorwärts- oder Rückbeuge sowie gezielte Beckenbewegungen ausführen, um ein Gefühl für den Zustand deines ISG zu bekommen. Lege eine weiche Unterlage (Kissen, Matte) bereit, um Schmerzen an den Zehen oder dem Fußrücken zu vermeiden.

Reibe den Fußrücken im Bereich des Knöchels, um die Sensorik vorzubereiten. Stelle dich mit dem Standbein vor die weiche Unterlage. Setze den Fuß mit dem Fußrücken und umgeknickten Zehen auf die Unterlage. Halte Zehen, Ferse und Knie in einer geraden Linie. Ziehe die Ferse aktiv zehnmal nach vorne, sodass das Gelenk auf dem Fußrücken nach vorne unten Richtung Boden zieht. Es sollte ein Stretch-Gefühl, aber kein Schmerz entstehen. Halte den Stretch für 5-10 Sekunden und ziehe den Fuß aus dem gesamten Bein weiter nach vorne, ohne dass eine tatsächliche Bewegung stattfindet (isometrisch gegen den Widerstand der Unterlage).

Reibe den Bereich unterhalb des Außenknöchels, um die Sensorik vorzubereiten. Stelle dich in die gleiche Grundposition wie zuvor. Kippe die Ferse nach außen und lasse das Knie leicht nach außen gehen. Führe zehn aktive Vorwärts-Rückwärtsbewegungen aus dem Sprunggelenk durch. Beim Vorwärtsgehen sollte der äußere Punkt des Gelenkes nach unten vorne Richtung Boden ziehen. Halte den Stretch und ziehe den Fuß mit viel Kraft nach außen, während die Zehen auf der Unterlage bleiben. Schüttele den Fuß danach aus und gehe ein paar Schritte, um die Veränderung zu spüren.

Reibe den Bereich etwas unterhalb des Innenknöchels, um die Sensorik vorzubereiten. Stelle dich mit dem Standbein etwas nach vorne und zur Seite, um mehr Abstand zum Polster zu haben. Setze den Fuß mit fast gestrecktem Knie und dem Großzehenballen auf das Polster auf. Wenn der große Zeh schmerzt, lasse die Zehen über das Polster hängen. Ziehe die Ferse zehnmal nach innen unten, in Richtung der Ferse deines Standbeins. Halte den Stretch und ziehe den Fuß mit maximaler Kraft in Richtung deines Standbeins, um das Gelenk weiter zu öffnen. Danach ausschütteln und ein paar Schritte gehen.

Für diese Übung benötigst du kein Polster. Stelle dich stabil hin und beuge die Knie leicht. Öffne das Gelenk an der Außenseite der Ferse, indem du kontrolliert zur Seite nach außen umknickst. Führe dies über deine Hüfte und das Knie aus, indem du die Kniescheibe nach außen drehst. Mache zehn Rotationen nach innen und außen mit Fokus auf die Außenkante. Du kannst in der Endposition kurz bleiben und leicht mit dem Körpergewicht federn. Schüttele den Fuß aus und gehe ein paar Schritte, um den Unterschied zu vergleichen.

Halte dich stabil an einem Stuhl oder einer Wand fest. Drücke dich mit dem Standbein in den Boden und richte die Wirbelsäule lang auf, sodass die Gesäßmuskulatur des Standbeins aktiviert wird. Wähle eine "Aufarbeitungsposition" für dein Arbeitsbein: Teste, ob dir eine Außen- oder Innenrotation der Hüfte schwerer fällt. Wähle die Richtung, die mehr Widerstand erfordert. Halte diese Fußposition während der gesamten Übung bei. Führe in drei verschiedenen Positionen jeweils fünf langsame Kreise in jede Richtung durch:
Führe die Kreise bewusst und langsam aus, um die Qualität der Bewegung zu maximieren. Nach den Übungen überprüfe dein Gangbild und deine Beweglichkeit erneut.

Das Iliosakralgelenk (ISG) ist ein Gelenk im Becken, das das Kreuzbein mit dem Darmbein verbindet. Es ermöglicht eine indirekte Bewegung, die insbesondere beim Gehen stattfindet, wenn das Becken den Kräften des Körpers folgt.
Bei einem blockierten ISG kann die Kräfteverteilung beim Gehen, die durch das Aufsetzen des Fußes entsteht, nicht optimal verteilt werden. Dies kann dazu führen, dass vermehrt Kräfte im ISG und im unteren Rücken landen, was Beschwerden verursachen kann.
Die Füße spielen eine wichtige Rolle, da sie die erste Kontaktstelle zum Boden sind. Eine gute Mobilisierung der Füße kann das Gangbild geschmeidiger machen und die Kräfte im Körper besser verteilen, was sich positiv auf das ISG auswirken kann.
Die Fußübungen können am besten immer vor Aktivitäten auf den Beinen (Spaziergänge, Wandern, Sport) in das Warm-up integriert werden und zusätzlich ein- bis zweimal über den Tag verteilt. Die Hüftkreise können als Training zwei- bis dreimal pro Woche mit drei Sätzen pro Position und 20-25 Wiederholungen durchgeführt werden, oder in kürzerer Form (5-10 Kreise pro Richtung) im Warm-up.
